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Zuchtbericht atya gabonensis

    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hallo Schwebi,

      danke für die Info!

      "Schwebi" schrieb:

      Wir finden das sehr interessant, dass diese Art nach einem Jahr nocht nicht geschlechtsreif ist.


      Ich habe vor einiger Zeit mal gelesen, daß man juvenile Tiere 150 km vor der Küste Nigerias gefunden hat. Da keine Quelle angegeben war, habe ich dem zunächst keine Beachtung geschenkt. Kann es sein, daß die Gabuns in der Natur bis zur Geschlechtsreife noch im Meer leben? Habt ihr dazu Hinweise, oder könnt ihr das ausschließen?

      Wie erwähnt, möchte ich einen Aufzuchtversuch im Meerwasser starten, wenn die Damen endlich mal wieder Eier tragen. Nicht nur um herauszufinden, ob eine Verdriftung über den Atlantik möglich ist, sondern auch um herauszufinden, wie lange sie dann im Meerwasser überleben. Hattet ihr eigentlich Jungtiere im Brackwasser gelassen, oder wurden alle ins Süßwasser überführt?

      Naja, ich habe auch noch nie kleinere Tiere als etwa 3 cm in Handel gesehen, aber das muß ja nicht viel heißen.

      Viele Grüße,

      Peter
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hey Neutrino,

      interessanter Ansatz!

      Ausschließen können wir es nicht, Hinweise haben wir allerdings auch nicht.

      Unser Gefühl sagt uns aber, dass die fertigen Garnelen, die Flüsse hoch ins Süßwasser ziehen.

      Dieses Gefühl kommte daher das erstens, Jenny aus Schweden das mal mit den Molukken getestet hatte. Sie berichtete dass die Molukkenjungtiere, die im Brackwasser belassen wurden, sich nicht mehr weiterentwickelten und dann gestorben sind / wären. Zweitens haben wir die Erfahrung gemacht das sich die feritg entwickelten Jungtiere im Brackwasser, ob Amano oder Gabun, sich immer "bemerkbar" gemacht haben, d.h. sie hockten immer knapp unter der Wasseroberfläche. Das ist für uns immer Das Zeichen, dass die Tiere raus müssen. Und drittens, haben wir es selbst unfreiwillig mit den Gabuns getestet, da wir uns bei der zweiten Zucht unsicher waren ob fertig entwickelt oder nicht. Auch hier haben sie sich nicht mehr weiter entwickelt und sind nach gut 2-3 Wochen schlussendlich gestorben. Ebenfalls anzumerken ist, dass auch ein zu frühes Umsetzen den Tod für die Jungtiere bedeutet.

      Einen Test kannst Du natürlich trotzdem starten...

      Naja, ich habe auch noch nie kleinere Tiere als etwa 3 cm in Handel gesehen, aber das muß ja nicht viel heißen.


      Gut die Kleinen hocken wirklich in den letzen Ritzen, Ecken und Löchern! Die kommen auch nachts nicht aus ihren Löchern. Dazu kommt noch, dass man die Jungtiere, wenn sie denn gefangen wurden, nicht Atya gabonensis zuordnen kann ( siehe vorheriger Post ). Alles eventuelle Gründe, warum keine Tiere unter 3cm in den Handel zu finden sind??

      Grüße...............
      Bis denne...........Sandy + Martin

      "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hallo Schwebi,

      danke für die Ausführungen. Ich denke, wenn sich die fertigen Gabuns bereits melden, wenn sie ins Süßwasser wollen, dann ist es unwahrscheinlich, daß sie bis zur Geschlechtsreife im Meer hocken. Der Begriff "juvenil" ist natürlich dehnbar.

      BTW: Meine Gabuns veranstalten zwar ca. 1 mal im Monat (Vollmond?) ein Art Paarungsschwimmen, nur das Timing mit der Häutung klappt nicht. In dem Alter häuten die sich nur ca. jedes halbe Jahr. Man braucht wohl Geduld...

      Viele Grüße,

      Peter
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hi Neutrino,

      der Vollmond kann bestimmt etwas damit zu tun haben. Sind der Meinung irgendwo mal was darüber gehört zu haben...

      Unser Gabunweibchen musste sich auch erst häuten um neue Eier herunterzudrücken. Obwohl die Tragzeit lediglich drei Wochen beträgt. Bei unserem Weibchen ist in etwa 2 - 3 Monate Pause zwischen den einzelnen Häutungen. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass bei älteren Tieren dieser Abstand völlig in Ordnung ist. Sollten sich ältere Tiere in kürzeren Abständen häuten, z.B. jeden Monat, stimmt was nicht!

      Als unsere beiden Männchen gestorben sind, hatte das Weibchen einen Laichansatz, welchen sie dann wegproduziert hat.

      Der Begriff "juvenil" ist natürlich dehnbar.

      Stimmt! Grade bei den Gabuns. Dank Werner Klotz kann man jetzt sagen, dass die Tiere nach gut einem Jahr noch nicht geschlechtsreif bzw. keine äußeren Geschlechtsmerkmale besitzen.
      Bis denne...........Sandy + Martin

      "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      War nur ein Test ob ihr auch aufpasst :D ...Nein Spaß, sollen natürlich 11 Monate sein! Vielen Dank für Dein Aufpassen, werden wir ändern!
      Bis denne...........Sandy + Martin

      "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hallöchen,

      da unser Größter, TaoTao, zurzeit seine Scheu immer weiter ablegt, konnten wir auf die schnelle endlich mal Fotos von ihm machen <3 . Wie man sieht ist er schon recht groß und babyblau geworden. Er schwimmt immer öfter mit drei anderen, kleineren gegen die Strömung an. Vielleicht wollen sie ja Stromaufwärts schwimmen :D .


      Bilder
      • PC120013.jpg

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      • PC120004.jpg

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      Bis denne...........Sandy + Martin

      "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hallo Peter,

      unser Größter ist ungefähr 3cm groß. Alle anderen liegen noch bei ca. 2-2,5cm. Die Kleinen sind wirklich schwer zu zählen. Sie hocken immer in irgendwelchen Ritzen und dunklen Ecken. Was wir aber bei sauber machen grob zählen konnten waren ca. 8 Stück.

      Die meisten sind ja, wie wir berichtet hatten, hinter dem Eckinnenfilter ( JBL CristalProfi i200 ) verendet. Da ist ein klitzekleiner Spalt in den sie sich reingequetscht hatten und nicht mehr heraus kamen. Sonst hätten wir ca. 50 Stück. Soviel hatten wir beim Umsetzen ins süßwasser gezählt...
      Bis denne...........Sandy + Martin

      "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hallo Schwebi,

      schade, daß so viele verendet sind. Mich hätte mal interessiert, wie sich so eine grosse Gruppe in einem Becken verhält, ob sie sich weiter gegenseitig zerlegt hätten.

      Ich bin ja ebenfalls Eurer Meinung, daß man die Gabuns paarweise halten sollte, aber mich macht eine Sache etwas stutzig:

      Bevor ich die Schwierigkeiten mit meinem Becken hatte, waren die Gabuns mit Molukken vergesellschaftet. Die Gabuns saßen immer mit den Molukken in der Strömung. Leider haben die Molukken damals nicht überlebt, so daß die Gabuns ein Jahr lang alleine waren. In der Zeit lebten sie sehr versteckt, so daß man sie kaum zu Gesicht bekommen hat, und waren untereinander ziemlich aggressiv, und zwei Gabuns sind den Keilereien zum Opfer gefallen, speziell beim Paarungsschwimmen.

      Vor ein paar Wochen sind wieder 7 Molukken eingezogen, und prompt sitzen die Gabuns mit den Molukken den ganzen Tag in der Strömung, und die Aggressionen haben, abgesehen von kleineren Rangeleien um die besten Plätze, aufgehört. Offensichtlich geben die wenig scheuen Molukken das Signal, daß gefahrlos gefächert werden kann. Möglicherweise leidet eine zu kleine Anzahl Gabuns durch Angst und evt. Futtermangel (da sie nicht den ganzen Tag in der Strömung stehen) an Stress, und geschwächte Tiere fallen dem zum Opfer.

      Ich frage mich daher, ob ich das Experiment mal wagen soll, meine 4 Gabuns auf ca. 15 aufzustocken. Wäre nur blöd, wenn das in Mord und Totschlag endet, da ich keine Ausweichmöglichkeit mehr habe, und die Tiere abgeben müsste. Schwierig...

      Viele Grüße,

      Peter
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hallo Peter,

      interessante Beobachtungen! Nächstes Jahr soll ein größeres Becken kommen, dann ziehen die 6 Scabras zu den 10 Gabuns. Mal sehen ob Deine Theorie aufgeht...Zurzeit ist ein Scabrapärchen bei den Gabuns im Becken und noch ist so, dass sich unser älteres Weibchen ziemlich aggressiv den Scabras verhält sobald sie sich ihrer Höhle nähern. Die Babys sind sehr gesellig geworden und hocken mit den Scabras und den anderen Fächergarnelen zusammen beim Fächern. Den einen Tag hockte eine Minigabun sogar auf einem Ärmchen einer Scabra und fächerte <3 :) .

      Interessant wäre Dein Versuch, wäre aber schade wenn sich die Gabuns dann doch nicht vertragen und die sie wieder abgeben müsstest oder sogar sterben :( . Die Entscheidung können wir Dir leider nicht abnehmen...
      Bis denne...........Sandy + Martin

      "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Heute, in der Nacht, ist unser Nachwuchs ein Jahr alt geworden. <3

      Wir freuen uns darüber sehr und haben ein Geburtstagsvideo erstellt.

      Wir bedanken uns bei Allen die uns unterstützt, die Daumen gedrückt und mit Rat und Tat beiseite gestanden haben!!!

      Viele Grüße
      Sandy+Martin

      [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=3ryOMEJhfvY&feature=c4-overview&list=UUvGYajk80D2AM2mScyCntnQ[/youtube]
      Bis denne...........Sandy + Martin

      "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hallöchen,

      wir haben seit längerem ein Gabunbaby im Auge welches sich von der Gruppe in der Farbe unterscheidet. Es ist nämlich rot.

      Wir hatten da auch ein Bild im Hinterkopf und wurden in der Garnelenfibel von den Logemännern fündig. Dort ist ein rotes Exemplar abgebildet. Viellecht schwirrten ja irgendwo in den Eltern "rote Gene" herum und wurden weiter vererbt?!

      Er ist auch von der Gruppe abseits und möchte mit der Gruppe nichts zu tun haben. Lebt auch sehr versteckt, wir sehen ihn nur selten Uns erinnert das an das Verhalten von Albinos bei z.B. Rehen. Foto oder Video versuchen wir mal zu machen...
      Bis denne...........Sandy + Martin

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    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      So,

      gestern Nacht auf die Lauer gelegt und wir konnten den Roten filmen, wenn auch nur kurz....

      Der war schon immer rot, haben aber nie etwas gesagt, da wir dachten die Farbe verschwindet wieder. Aber das Gegenteil ist der Fall, er wird immer röter <3 ...Aber schaut selbst:
      [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=VRSyx1T3nJQ[/youtube]
      Bis denne...........Sandy + Martin

      "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
    • Re: Zuchtbericht atya gabonensis

      Hallöchen,

      nein, sie ist komplett rot. Höchstens an den Seiten rötlich-transparent...

      Ebenfalls guten Rutsch ins neue Jahr!!! :)
      Bis denne...........Sandy + Martin

      "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."