GARNELENHAUS - ONLINESHOP
GLASGARTEN - Environment Aquarium Soil
AQUA DESIGN AMANO (ADA)

Angepinnt Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hi Ulli,

      sehr interessant, obwohl ich diese Form von Text ähnlich schon kannte.
      Baktopur kommt ja auch vor und 80% iger Wasserwechsel den ich generell bei Bakterienbefall hinzuziehe.
      Demnächst dann mit Baktopur oder Furanol...
      Gruß Jürgen
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      "Mr.Bean" schrieb:

      (habe ein relativ hoch besetztes Becken, das nicht 100% sicher läuft), aber das ist doch sehr sehr teuer und hier könnte Furanol wirklich eine alternative sein.

      sorry, ...aber wenn wir von Intensivhaltung ala Aquakultur mit "medikamentöser Unterstützung" reden bekommt der Thread sehr schnell einen faden Beigeschmack, denn gerade um "willentliche Pflegefehler" auszubügeln sollte es hier nicht gehen, ....denke ich ;)
      ...thanks for all the Shrimps
      bis dann....... Harald
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hallo Ulli,
      was für ein Zufall das Imke auch was geschrieben hatte. :thumbup: .... super dass dies hier nun beides zusammen steht.
      Allerdings muss ich noch was zu den Bildern bei Imke sagen..... das was sie zeigt sind ganz gemeine Bakterien, die die Garnelen bei lebendigem Leib zersetzen, das heißt sie werden schon weißlich milchig während sie noch leben und wie Imke auch sagt, fallen Beine und Antennen ab, wie auch auf meinen Bildern zu sehen.... erst dann später sterben die Tiere. Dies scheint auch sehr ansteckend zu sein und leider hilft Furanol oder ähnliches nicht wirklich gut dagegen. Mir und anderen Züchtern ist genau dies bisher nur bei Tigern aufgefallen und es ist sicher kein Zufall, dass auch Imke nur Tigergarnelen zeigt. Hier Tiere von uns damals.


      Ich möchte hier aber nochmal betonen, dass dies etwas anderes ist als das was ich eingangs zu den Bienen beschreibe. Bei den Bienen und Co. zeigen sich oft nicht diese optischen Anzeichen, sondern sie fallen einfach um, ohne das Antennen vorher abfallen etc. und bei den Fällen wirkt eben auch das Furanol sehr gut.....
      Wir glauben es könnte sich bei den Bienen um Bakterien handeln, die normal in den Tieren leben und sich z.B. nur durch Stress oder Immunschwäche ausbreiten und zum Problem werden. Zwar beobachten wir die Probleme häufiger wenn fremde Gruppen zusammen kommen, aber eben auch manchmal wenn man ein Teil der Gruppe in ein anderes Becken setzt.... um was genau es sich aber handelt wissen wir nicht.


      @Markus,
      bei dem Furanol ist ein Beipackzettel bei, den einfach befolgen was die Dosierung angeht. Ich lasse das Becken dann 4-5 Tage stehen und mache danach einen großen Wasserwechsel, dann wie gewohnt weiter.
      Bilder
      • Krank2.jpg

        927,61 kB, 1.000×800, 1.151 mal angesehen
      • Krank1.jpg

        881,52 kB, 1.000×750, 1.148 mal angesehen
      Grüße
      Carsten

      Bitte keine geschäftlichen Anfragen per PN oder als Beitrag im Forum.
      Unter der eMail-Adresse carsten@garnelenhaus.de bin ich für Dich da.
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      "SAKURA" schrieb:

      "Mr.Bean" schrieb:

      (habe ein relativ hoch besetztes Becken, das nicht 100% sicher läuft), aber das ist doch sehr sehr teuer und hier könnte Furanol wirklich eine alternative sein.

      sorry, ...aber wenn wir von Intensivhaltung ala Aquakultur mit "medikamentöser Unterstützung" reden bekommt der Thread sehr schnell einen faden Beigeschmack, denn gerade um "willentliche Pflegefehler" auszubügeln sollte es hier nicht gehen, ....denke ich ;)


      Ich habe nie von AQUAKULTUR gesprochen, ich habe eine relativ hoch besetzes Becken nicht mehr nicht weniger.
      Was sind willentliche Pflegefehler? Soll ich den Nachwuchs in den Gartenteich setzen?
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      "Mr.Bean" schrieb:

      "SAKURA" schrieb:

      "Mr.Bean" schrieb:

      (habe ein relativ hoch besetztes Becken, das nicht 100% sicher läuft), aber das ist doch sehr sehr teuer und hier könnte Furanol wirklich eine alternative sein.

      sorry, ...aber wenn wir von Intensivhaltung ala Aquakultur mit "medikamentöser Unterstützung" reden bekommt der Thread sehr schnell einen faden Beigeschmack, denn gerade um "willentliche Pflegefehler" auszubügeln sollte es hier nicht gehen, ....denke ich ;)


      Ich habe nie von AQUAKULTUR gesprochen, ich habe eine relativ hoch besetzes Becken nicht mehr nicht weniger.
      Was sind willentliche Pflegefehler? Soll ich den Nachwuchs in den Gartenteich setzen?



      ...sicher habe ich mit dem Vergleich der Aquakultur etwas übertrieben, aber Du immunisierst in einem relativ hoch besetzen Becken deine Tiere mit hochreinem BetaGlucan und weil dies zu teuer ist möchtest Du Furanol als "Alternative" einsetzen, ...und wenn dein Becken nun mal nicht zu hundert Prozent rund läuft sodass es ohne Bakterizide auskommt, Du den Besatz nicht verringerst, dann liegt für mich ein Pflegefehler vor ;)

      Soll ich den Nachwuchs in den Gartenteich setzen?

      BITTE NICHT!!!
      ...thanks for all the Shrimps
      bis dann....... Harald
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      @ Sakura, das Becken steht jetzt 1/2 Jahr und ich habe 1-2x Beta Glucan zugesetzt, immer als ich ein totes Tier entdeckte.
      Besatz ~100 Tiere bei 40 Liter netto, das ist bei vielen eine normale Besatzdichte, ich habe es gerne etwas "luftiger".
      Wenn du das so siehst wie von dir geschildert dann respektiere ich nat. deine Meinung und bleibe diesem Thema fern um keinen faden Beigeschmack hervorzurufen.

      Für die Zukunft: Beta Glucan ist KEIN Bakterizid, es ist ein immunstärkendes Polysaccarid (Zuckerstoff) das aus Hefen gewonnen wird.
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      "Mr.Bean" schrieb:

      Für die Zukunft: Beta Glucan ist KEIN Bakterizid,

      ...wenn ich vorher von einer Immunisierung im Kontext mit BetaGlucan sprach so kann ich es NIEMALS einem Bakterizid gleichgesetzt haben ;)
      ...thanks for all the Shrimps
      bis dann....... Harald
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      ...leider kann ich dir mit keinem Problem dienen und ich möchte auch keines heraufbeschwören, doch wenn es tatsächlich eines geben sollte so sehe ich es eher in unserer Kommunikation ;)
      ...thanks for all the Shrimps
      bis dann....... Harald
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hallo zusamen,

      ein sehr interessanter Artikel! ich habe in letzter zeit auch Probleme mit meinen sakuras. Die Tiere sind sehr träge geworden und nicht mehr wirklich aktiv unterwegs. Auch die sich im Becken befindenden drei Amanos zeigen einen leicht weißlichen Körper und sind erstaunlich inaktiv. Mein Bestand lag mal bei ca. 30 Tieren und ist in den letzten Wochen jetzt auf ca. 10 Exemplare zusammengeschrumpft. Die Tiere sind meiste ohne besondere Vorzeichen gestorben, sind schnell weiß geworden und sehr schnell zerfallen. Da ich viele Pflanzen und auch einige Schnecken im Becken hatte, habe ich aber viele Tiere gar nicht verenden sehen. Es sind einfach immer weniger geworden.

      Die Wasserwerte sind jedenfalls absolut in Ordnung. gh(10)/kh(6-8) im richtigen Bereich, ph gegen 6,5 - 7, kein Nitrit oder Kupfer und Nitrat unter 10.

      Was mich im Artikel stutzig macht ist der Satz mit den Flecken. Denn insbesondere die Weibchen zeigen oftmals schwarze Flecken auf dem roten Panzer. die Männchen jedoch nicht.

      Meint ihr es könnte eine Infektion sein? Mein Bodengrund war aufgrund der vielen Bodenleger leider ziemlich vermulmt und somit wahrscheinlich eine gute Brutstätte für alle Varianten von Bakterien, ob gut oder böse. Ich habe gerade gestern nahezu alle Pflanzen in den letzten Tagen rausgeschmissen und den Boden entmulmt, da ich das Becken eigentlich auflösen wollte. Vielleicht sollte ich es mal mit dem Furanol versuchen,oder?

      grüße
      Beni
      Grüße
      Beni
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      "cheraxfan" schrieb:

      Hi,

      genau für dieses Problem, bekam ich von Karin den Tip, Desamar b100 einzusetzen. Das Mittel ist aus der Koizucht und muß für den Einsatz bei Garnelen noch verdünnt werden. Wie es genau gemacht werden muß müsste ich nachschlagen. Das Zeugs gibt es auch nur in Großgebinden, das kleinste was ich gefunden habe ist ein Liter (der heute angekommen ist). Vielleicht kann Karin ja was dazu sagen.


      Hi zusammen,
      jepp, dazu kann ich noch was sagen :). Ich habe Desamar für meine Kardinalsgarnelen benutzt. Hatte mir auf einer Messe Caridina spinata gekauft, die eine nach der anderen gestorben sind (Häutungsprobleme und einfach umgefallen). JBL Furanol2 hat leider gar nicht geholfen. Dummerweise muss ich mir die Krankheit durch meine Pinzette oder die PH Elektrode in mein Kardinalsgarnelenbecken geschleppt haben. Jedenfalls war bei den Kardinälen immer wieder eine Tote (vorher kein krankhaftes Verhalten oder Häutungsprobleme zu sehen) zu finden.
      Erfreulicherweise habe ich den Tipp mit Desamar B100 bekommen. Ich habe eine Stammlösung aus 30ml und 1l Wasser gemischt und davon 10ml auf 10l Aquarienwasser gegeben. Bei den Kardinalsgarnelen sind dann noch 2 gestorben, dann hat es aufgehört. Es hat nur ausgewachsene Tiere getroffen, die Jungtiere haben alle überlebt. Eine Tylomelania ist ein paar Tage später verstorben, aber allen anderen Tylos geht es gut. Insgesamt habe ich 15 Kardinalsgarnelen verloren, meine Zuchttiere ;( .
      10 Tiere hatte ich separiert in einem 25l Becken, die den muntersten Eindruck machten, in der Hoffnung, wenigstens die retten zu können. Die Zugabe der Desamar-Stammlösung hat aber in diesem Becken leider nicht geholfen. Es war aber auch nicht eingefahren.
      Desamar läßt sich auch für die Sterilisation von Keschern und Elektroden verwenden. 10ml auf 1l Wasser, Kescher und Elektroden kurz tauchen und abspülen.

      Wichtig: Desamar killt Pflanzen!

      Ich spreche hier nur von meinen Erfahrungen und kann noch nicht bestätigen, dass dies das Wundermittel ist, um kranke Garnelen zu retten. Aber ich habe definitiv damit meinen Kardinalsgarnelenstamm gerettet. Ausserdem hat ein befreundeter Züchter auch seine Kardinalsgarnelen damit retten können, als Wildfänge, im mit Filtermatte getrennten Abteil gestorben sind und Ausfälle bei den Kardinalsgarnelen begonnen haben. Die Wildfänge sind alle gestorben, bei den Kardinalsgarnelen 30, bis die Desamar-Behandlung angeschlagen hat.

      Beschreibung zu Desamar: Breites Wirkungsspektrum gegen Bakterien, Algen, Hefen, Pilze und Viren. Dosierung bei Desinfektion von Oberflächen, Geräten: 0,5-2,0% (50-200ml/10lt)
      Einwirkzeit >30 Minuten
      Dosierung bei Keimreduzierung in Ausrüstungswasser:
      ab 0.0005% (0.005 Liter auf 1000 Liter Wasser)
      Erhöhte mikrobielle Belastung (Myxobakterien, Mykosen, etc.) 0.005-0.01% (50-100 ml/m3, 1-2 Stunden- In Kreislaufanlagen: 20-40ml/m3)
      Das Produkt und dessen Anwendungslösungen sollen nicht mit anionischem Reinigungsmitteln vermischt werden.
      Wirkstoff: Didecyldimethylammoniumchlorid 99 mg/g (QAV)

      Ich möchte niemanden vorschnell zum Einsatz von diesem Mittel oder einem anderen Medikament animieren, aber da ich Erfolg damit hatte, werde ich, sollten wieder Krankheitsfälle auftreten, eine weitere Behandlung damit wagen. Nenne gerne meine Bezugsquelle per PN.
      Grüßle
      Karin
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hallo Leute!

      Zunächst ein dickes Danke an Carsten (für die Offenheit bei einem Thema, dass meist nur "unter vorgehaltener Hand besprochen wird), Imke (für den aufschlussreichen Bericht) und Uli (für die Übersetzung!) - wer es bisher nicht verstanden hat, warum ich dieses Forum so mag - hier ist mal wieder ein Beweis!

      Aber !!! ich möchte auch auf mein Bauchweg bei diesem Thema hinweisen. Für mich sind Medikamente nur in den allerseltensten Fällen eine Lösung. Eine offene Diskussion wie hier wird leider viele viele Garnelenhalter dazu verleiten vorschnell zu Medikamenten zu greifen - Pflegefehler, die in meinen Augen immer noch zu 95 % die Ursache für Todesfälle sind, werden nicht mehr in angemessener Weise berücksichtigt. Ich sehe die Gefahr, dass in Zukunft vorschnell zu Medis gegriffen wird.

      Nun, ich bin weder Medizinerin, noch Biologin oder habe irgendeine nützliche Ausbildung zu diesem Thema. Aber ich bin Mensch, Mutter und habe ein gewisses Maß an Lebenserfahrung. Darum weiß ich, dass wir, wenn wir mal von einem gesunden Organismus ausgehen, der sich in einem gesunden Umfeld aufhält, dieser locker mit dem Kontakt von Bakterien und Viren zurecht kommt.

      Was für mich bedeutet: Medis kommen für mich nur im folgenden Fall in Frage: Es handelt sich um neue Tiere, von denen ich nicht weiß, ob es im Vorfeld bereits Problem gab und diese evt. eine Vorbelastung mitbringen. Natürlich sind diese Tiere ohnehin im separaten Becken, um einen Übergriff von Krankheitserregern auf andere Garnelen zu vermeiden.

      An das Entstehen von Krankheiten aus dem Nichts glaube ich nicht. Ein Stamm der lange Zeit gesund und munter war, kann nur erkranken, wenn das Becken nicht ok ist. Also gilt es zunächst, die Ursache zu finden und zu beseitigen.

      Leute, mir liegt dieses Thema sehr am Herzen, denn ich sehe die Gefahr, dass wir unsere Garnelen irgendwann nur noch unter dem Einsatz von Medis halten können, wie es in vielen anderen Fällen von Tierhaltung bereits heute der Fall ist. Ich denke da an Qualzuchten von Hunden und Katzen sowie die bekannten Probleme in der Massentierhaltung. Der Einsatz von Medis in der Hobbytierhaltung ist der erste Schritt in diese Richtung. Wir befinden uns auf einem sehr schmalen Pfad! Wir müssen uns evt. damit abfinden, dass sich einige Garnelen halt nicht für die Aquaristik eignen und bestimmte Stämme nicht die weitere Haltung lohnen, da sie zu hinfällig sind. Wir machen uns die Tiere selbst kaputt. Oder will hier einer ernsthaft behaupten, dass es erstrebenswert ist, Tiere zu züchten, die sich unter Medikamenteneinsatz zwar halten, aber, kaum an den Hobbyaquarianer abgegeben, versterben?

      Nachdenkliche Grüße
      Ulrike
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hallo zusammen

      Danke Carsten und allen andern für die Berichte!

      Hat wer als Vorbeugung mit EKTOZON Erfahrungen?

      In der Beschreibung steht u.a. dass es auch beim Wässern von neuen Pflanzen verwendet werden kann. So kann man u.U. schon mal einige Bakterien ausserhalb des Beckens eliminieren. Es steht zwar nix von Garnelen.

      Mir wurde es vorbeugend für neue Fische empfohlen. Bin aber auch skeptisch betr. Medis und habs daher noch nie verwendet.

      Betr. Garnelensterben: Hatte mal 10 junge Sakuras mit Corys und Perlhühnchen in einem Becken. Nach ca. 2 Monaten waren die Sakuras nach und nach verschwunden, je 2 CR und RF leben heute noch. Na ja, vllt. wurden erstere von den Fischen verspeist :(

      Einen schönen Sonntag noch!
      Ruth
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hi,

      ich kann verstehen, daß man keinesfalls tatenlos zuschauen möchte, wenn einem ein ganzer Stamm wegstirbt und finde den Bericht und den Link sehr hilfreich.

      Was Vorbeugung angeht, ich denke das ist der komplett falsche Ansatz. Solche wie die beschriebenen Mittel sollten ein Mittel im schlimmsten Fall zur Notrettung bleiben. Was einem aber keinesfalls die Überlegung erspart, was schief gelaufen ist, denn es ist in jedem Fall etwas schief gelaufen, manchmal hätte man es verhindern können, manchmal nicht, weil die Umstände es zwangsläufig induzieren.

      Die Tiere extrem keimarm zu halten und Bakterien ausmerzen zu wollen (Vorbeugung), halte ich für einen unseligen Weg, schauen wir in die Natur, da leben die Garnelen doch im und vom Mulm, einziger Unterschied, der Wasserdurchlauf ist sicher höher und die Besatzdichte umgerechnet geringer als unsere Winzbecken (im Vergleich mit der Natur immer winzig) es bieten. Auch haben die Tiere keinen Streß, der durch Unruhe von außen, Umsetzen, Transport verursacht wird. Hier sollten wir lieber überlegen. Garnelen wechseln normal nicht das Habitat, sie laufen/schwimmen ein paar Meter weiter, aber an der Umgebung und den Werten ändert das nicht wesentlich etwas. Was wir durch Kauf, Transport, Umsetzen, Ändern der Wasserparameter, Tiere ergänzen, Lärm, Erschütterungen usw. verursachen wird Streß sein, etwas mit dem die Tiere ohne sichtbare Verhaltensänderung irgendwie fertig werden, doch bei jedem Lebewesen kann das Immunsystem darunter schwer leiden, der Punkt an dem Umgebungskeime ihre Chance bekommen und der Organismus plötzlich mit normalen "Stallkeimen" nicht mehr fertig wird.
      Weil man diesen Streß nur im Extremfall sieht, wird er als Faktor denke ich zu oft vernachlässigt bzw. unterschätzt. Ein anderer Punkt ist was ich als "Stallkeime" pauschalisiere. Tiere aus Stadt A bei Halter 1 haben ein anderes Wasser und bestimmte Umgebungskeime in ihrem Aqua, daran sind sie gewöhnt. Ziehen sie innerhalb der Stadt zu Halter 2, können immerhin die Wasserparameter gleich/ähnlich sein, doch die Aquakeimkultur wird eine andere sein, also müssen sich die Tiere womöglich daran gewöhnen bzw. das Immunsystem muß damit lernen fertig zu werden, sich umstellen, bei wenig Streß ist das immer aussichtsreicher, als bei zusätzlichen Belastungsfaktoren. Ziehen die Tiere aber in eine andere Stadt, also nicht zu Halter 2, sondern von 1 zu Halter 3 in Stadt 2, dann wird Wasser und Keimumgebung anders sein, der Anpassungsdruck steigt. Natürlich werden die Garnelen meist für uns unsichtbar gut damit fertig, doch sollten wir nicht vergessen, was unsichtbar abläuft.
      Auch bei viel unproblematischeren Tiere als Garnelen ist das Thema „Stallkeime“ wichtig, deshalb hält man Neuzugänge auch am besten in Quarantäne, zum Wohle des Bestandes und der neuen Tiere. Quarantänebecken sollten aber ausreichend groß, artgerecht und normal eingerichtet sein, weil sie sonst weitere Stressfaktoren zufügen.

      Das Szenario vieler Neulinge ist ja genau das Gegenteil, meist unbewusst, Becken läuft selten lang, bestenfalls grad eingelaufen, Garnelen kommen rein und vielleicht noch andere Tieren von woanders, ein paar Garnelen versterben, es kommt dann Ergänzungsbesatz hinzu, womöglich von einer noch anderer Quelle als der erste. Oder man mischt Arten verschiedener Quellen. In einem noch empfindlichen kleinen Ökosystem (Aqua) kommen also verschiedene Bewohner hinzu, die selbst innerlich dadurch (Transport, neue Lebensumgebung) aus dem Gleichgewicht kommen und ab sofort auch das Ökosystem mit deutlich mehr Stoffen „belasten“, also alles muß sich um- und einstellen – das wird häufig unterschätzt und wenn etwas schief läuft, dann bricht Panik aus und es wird oft zuviel getan/rumgepfuscht/geändert, weil man retten will, statt zu versuchen, das System sich fangen zu lassen.

      Natürlich kann man bei Neukauf anderer Arten oder eines neuen Stammes usw. nicht vermeiden, dass Transport, neue Umgebung usw. Streß auslösen, man kann nur durch umsichtiges Handeln versuchen ihn klein zu halten. Wenn dann eine Krankheit ausbricht, ist es schön, auf die im Bericht und Link beschriebene Art helfen zu können, je nach Fall, doch bitte, bitte liebe Halter, vergesst nicht, was ihr selbst vorbeugend tun könnt und glaubt bitte nicht, hier ein Heilmittel für alle möglichen Haltungsfehler zu haben oder euch Quarantäne zu ersparen. Wenn ich nämlich an die invasive Garnelenzucht zu Nahrungszwecken denke, dann ist durch Medikamente vieles möglich, aber es ist weder im Sinne der Tiere noch der Umwelt und so sollte für uns, die wir unseren Heimtieren eine artgerechte Haltung angedeihen lassen wollen, solche Rosskur das letzte Mittel im Katastrophenfall sein und auf jeden Fall hinterher überdacht werden, ob diese Katastrophe hätte vermieden werden können, für die Zukunft.
      Lieben Gruß
      Karen
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hallo,

      Die Frage, ob man Medis einsetzen sollte oder nicht, steht ja hier nicht zu Debatte, das muss ja jeder für sich selber entscheiden. Ich persönlich halte dies in den meisten Fällen für unnötig, natürlich würde ich meine Tiere aber auch nicht einfach so sterben lassen.

      Ich finde den Bericht von Carsten sehr hilfreich. Natürlich muss man dabei die Arten der Erkrankung unterscheiden: Bei Frank und Carsten verstarben die Garnelen ohne sichtbare Krankheitsanzeichen, in den anderen fällen wurden sie vorher weiß, verkrüppelten und waren orientierungslos. Ich denke, dass es sich dabei um unterschiedliche Erkrankungen handelt.

      Mir stellen sich hierbei einige Fragen: Gibt es einen Unterschied in der Haltung bei professionellen Haltern/Züchtern und den Privaten?
      Haben die Profis andere Voraussetzungen bei Beckengrößen, Filtervolumen, Volumen der gesamten Anlage usw, haben diese evtl große Kreislaufanlagen, in denen permanent Wasser zugeführt wird? Haben Halter mit solchen Kreislaufanlegen weniger Probleme mit solchen Fällen?
      Wenn dem so ist und Halter mit kleineren Becken und ohne permanente Frischwasserzufuhr eher Probleme haben (und ich meine damit nicht den unbedarften Anfänger, sondern Leute, die sich mit der Materie auskennen) dann wäre darin ja eine mögliche Erklärung zu sehen.

      Da ich nicht davon ausgehe, dass es in den natürlichen Habitaten ständig zu solchen Massensterben kommt, muss es dort an der ständigen Frischwasserzufuhr liegen. Natürlich kann es sein, dass diese Form der Bakterien latent in den Garnelen vorhanden sind, allerdings bleibt immer noch die Frage, wieso es in manchen Fällen zum Ausbruch der Krankheit kommt.

      Mich würde nun interessieren, wie denn die Haltung, speziell die Anlagen bei Carsten und befreundeten Züchtern von denen er sprach aussieht. Haben die Japaner auch damit zu kämpfen? Wenn nein warum nicht? Falls ja, was gibt es für Parallelen?

      Natürlich sind das alles nur Vermutungen, aber evtl erklären sich ja einige Bereit, darüber zu berichten.
      lg Simone

      Wer bin ich? Und wenn ja, wieviele?

      „Wer A sagt, der muß nicht B sagen. Er kann auch erkennen, daß A falsch war.“
      v. Bertolt Brecht
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hey

      da ich genau die geschilderten Probleme mit meinen Red Bee´s hab und auch schon den Tip im Ladengeschäft vom Garnelenhaus bekommen hab, möchte ich gerne zu Furanol greifen nur bekommt man es nirgends mehr überall nur noch Furanol 2, habt ihr damit die gleichen Erfahrungen gemacht oder nen Tip wo ich noch Furanol herbekomme?

      Habt ihr solche Sympthome auch schon bei Amanos festgestellt?


      Gruß

      David
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hallo David,

      ich werd die Woche mal bei mir im Raum schauen, was dort noch in den Regalen steht und auch gerne ein Fläschchen mehr kaufen, falls es jemand möchte. Ich meld mich aber nochmal, ob ich fündig geworden bin.

      @ Alle

      Ich bin eben per Zufall auf den Artikel Medikamente für Wirbellose bei aquanet.de gestoßen. Unter anderem wird auch ein Mittel bei Infektionen mit Mischbakterien vorgestellt.
      Hat jemand schon mit diesen Produkten Erfahrungen sammeln können?
      Mit aquaristischen Grüßen
      Boris
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hallo

      Da würde ich mal spontan danke und ja ich würd eine nehmen.

      Gruß

      David

      "Boris" schrieb:

      Hallo David,

      ich werd die Woche mal bei mir im Raum schauen, was dort noch in den Regalen steht und auch gerne ein Fläschchen mehr kaufen, falls es jemand möchte. Ich meld mich aber nochmal, ob ich fündig geworden bin.

      @ Alle

      Ich bin eben per Zufall auf den Artikel Medikamente für Wirbellose bei aquanet.de gestoßen. Unter anderem wird auch ein Mittel bei Infektionen mit Mischbakterien vorgestellt.
      Hat jemand schon mit diesen Produkten Erfahrungen sammeln können?
    • Re: Jeden Tag ein paar tote Garnelen...

      Hallo,

      wenn diese Mittel wie hier beschrieben

      "Karin" schrieb:

      Beschreibung zu Desamar: Breites Wirkungsspektrum gegen Bakterien, Algen, Hefen, Pilze und Viren.
      Bakterien "killen" dürften aber auch alle Filterbakterien drann glauben,oder?

      Grüße Tutti