GARNELENHAUS - ONLINESHOP
GLASGARTEN - Environment Aquarium Soil
AQUA DESIGN AMANO (ADA)

Probleme mit Ph

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Probleme mit Ph

      Hallo zusammen,

      Vielleicht kann mir hier jemand helfen !?

      Folgendes Problem :

      In meinem Bienenbecken mit Soil, steigt der Ph-Wert, er ist mittleweile auf ungemütliche 8 hoch geklettert.
      Ich verwende Osmosewasser mit Salty Shrimp Gh+ und GT Kh up Liquid.
      Meine Werte im Wechselwasser Gh 5, LW 200, Kh 1 und Ph 6,2-6,5.
      Im Becken Gh 7, Kh 2, Ph 8 und LW 266

      Das Kh verwende ich um den Ph auf den benötigten Wert hoch zu bekommen, im Osmosewasser liegt er weit unter 6.
      Auf 20ltr Osmosewasser gebe ich 1ml Kh dazu, das hebt den Ph zwischen 6,2 - 6,5

      Ich vermute, das der Soil verbraucht ist und ich ziehe in Erwägung, diesen im laufenden Becken auszutauschen, Schichthöhe liegt etwa bei 1 - 1,5cm.
      Das Becken habe ich mit Besatz komplett übernommen, somit weiß ich nicht, wie alt das Soil ist.

      Meine Vorgehensweiße wäre :

      Um nicht alle im Bodengrund angesiedelten Bakterien zu entfernen und die Bienen keinen Säuresturz auszusetzen,
      würde ich beim Wasserwechsel erst einmal die erste Hälfte des Soil´s absaugen und ersetzen, und in 3-4 Wochen dann die zweite Hälfte.
      WW mache ich jede Woche im Turnus 50/50/90.

      Kann ich das so machen ohne die Gefahr einer schwerwiegenden Komplikation ?
      Ein Restrisiko ist immer vorhanden, das ist mir Bewußt.

      Momentan sind 3 Tragende drin, die möchte man natürlich nicht verlieren.
      Sonst sind die kleinen zwar ständig am Abgrasen, aber die waren auch schon mal aktiver im Becken unterwegs.
      Grüße Marco
    • Neu

      Hallo,

      Im Zuge eines 50%igen Wasserwechsels, habe ich die hälfte des Soil´s abgesaugt und durch neuen ersetzt.
      Anfangs war das Wasser trüb, ist aber nach ca 45 Minuten wieder klar gewesen.

      Die Bienen halten sich, verständlicherweiße, auf der Seite mit dem alten Soil auf und die tragenden Mädels haben bis jetzt zumindest mal die Eier behalten.

      Ph liegt bei 6,5 und die Krabbler scheinen es soweit ganz gut verkraftet zu haben.
      Das frische Wechselwasser habe ich ganz langsam, in einem Zeitrahmen von ca 3 Stunden, einlaufen lassen damit sich die Tiere an den niedrigen Ph-Wert gewöhnen konnten.

      Die nächsten Tage werden es zeigen, ob es ein Keulenschlag war, oder der richtige Weg ...
      Grüße Marco
    • Neu

      Hallo Monika,

      Bitte friss mich nicht gleich 8o :D

      Genau deswegen war ich auf der Suche nach einer Alternative und bin auf das Liquid Humin+ gestoßen, was ich Morgen bestellen werde, habe hier den Thread von Carsten durchgelesen und es hat mich Überzeugt.

      Seit meiner Aktion gestern sind die Bienen wieder aktiver, so wie es am Anfang war, auch habe ich das Wechselwasser nur mit dem Bienensalz ohne das GT Kh Liquid aufgesalzen.

      Das war glaub das beste was ich für die kleinen hab machen können.
      Ausfälle habe ich keine, bis auf meine Hörnchenschnecken, die finde ich nicht mehr, wahrscheinlich sind sie ausgebüchst !? ?(
      Grüße Marco
    • Neu

      Mowa schrieb:

      Ich frag mich immer, was das soll...
      Hallo,

      also ich habe da so einen Verdacht: Wahrscheinlich liegt hier wieder einmal ein Fall von "Kernreaktor-Syndrom" vor. So nennen ich das, wenn versucht wird alle Werte in einem Aquarium aufs Yota genau zu kontrollieren, weil ja alles perfekt sein soll. Wie bei einem Kernreaktor eben. Aber selbst hier dreht die Natur der menschlichen Logik eine Nase, und hat mal eben Bakterien gemacht, sog. Extremophile, die fröhlich im Abklingbecken existieren und sich fröhlich vom blauen Licht der Tscherenkov-Strahlung bescheinen lassen. 8o

      Leider wird dabei immer außer Acht gelassen, dass ein Aquarium eben kein technisches, sondern immer ein ökologisches System mit einer gewissen Eigendynamik darstellt. Da gibts keine totale Kontrolle. Meistens geht ja auch irgendetwas zu Bruch, wenn es mit der Kontrolle übertrieben wird. Im günstigen Fall nur der Soil oder die Pflanzen, im ungünstigen Fall gehen die Tiere dabei drauf.

      In den meisten Fällen handelt es sich einfach um mangelnde Erfahrung und fehlende Kenntnis biologischer und biochemischer Hintergründe. Daher werden Aussagen von Händlern oder auch das Halbwissen aus dem Internet nicht kritisch auf SInnhaftigkeit hinterfragt. Grundsätzlich ist der Wunsch alles richtig machen zu wollen ja schon eine gute Ausgangsbasis, nur der Weg alles perfekt und nach Checkliste fahren zu wollen ist der falsche.

      Vielmehr wird unkritisch irgendwelchen Wasserwerten nachgejagt, nur weil irgendein selbsternannter Experte mal verkündet hat, dass es das Nonplusultra wäre.

      Mowa schrieb:

      Erst tut man alles um die Werte runter zu ziehen..und dann tut man sowas rein, um es wieder rückgängig zu machen...
      Das Zeug macht Dir den Soil kaputt...

      Im Endeffekt ist das ungefähr so, als würde man den Soil mit relativ weichem Leitungswasser betreiben, nur dass man sich jetzt das Leitungswasser quasi selbst aus Osmosewasser herstellt.


      Man kann an den geposteten Werten schon so ein wenig erahnen, wie ich zu meiner Vermutung komme:

      MarcoZ. schrieb:

      Meine Werte im Wechselwasser Gh 5, LW 200, Kh 1 und Ph 6,2-6,5.
      Im Becken Gh 7, Kh 2, Ph 8 und LW 266


      LW 200, dass ist der idealtypische Wert, wie er auf der Bienensalzdose steht. Lustigerweise steht auf der Dose ja schon ein Toleranzbereich von +/- 50µS/cm, in Bezug auf die 200µS ist das eine Schwankungsbreite von 25%. Nimmt man dann noch die Abweichung der Messgenauigkeit von 5-10% mit dazu, sieht man sehr schön, wie unzweckmäßig es ist hier den Begriff "genau" verwenden zu wollen.

      Der pH beträgt 6,2-6,5. Wenn das mit Tröpfchentest und nicht mit einem pH-Meter gemessen wurde -auch einfache pH-Meter lösen auf mind. 1 Nachkommastelle auf- ist die Genauigkeit des Ergebnisses sowieso so "tolerant" dass . Um hier einmal die Bandbreite solcher Werte chemisch darzustellen machen wir doch einmal einen Ausflug in Mathematik und Chemie:

      Fangen wir mit der Definition des pH-Werts an: Der pH-Wert ist definiert als der negativ dekadische Logarithmus der H3O+ Konzentration. Wichtig hierbei ist, dass der dekadische Logarithmus, weil dekadisch, die Basis 10 verwendet, während sich der pH-Wert im (negativen) Exponenten versteckt.

      Übersetzt bedeutet dies zwei Dinge:

      1. Steigt der pH-Wert, muss die H3O+ Konzentration abnehmen, weil der negative Exponent größer wird.
      2. Eine Veränderung des pH-Werts geht immer mit einer Änderung der H3O+ Konzentration um den Faktor 10 einher. D.h. bei einem pH-Wert von 5 schwimmen 10x so viele H3O+ Ionen umher, wie bei pH 6.

      Letztendlich sind Logarithmen ja dazu da, große Zahlen leichter hantieren zu können. Sind 0,3 pH Bandbreite, wie oben beim Wert von 6,2 - 6,5 angegeben dann viel oder wenig? Bedenklich oder vernachlässigbar?

      Jetzt könnte man sich natürlich genüsslich darüber streiten, ob der pH sich nun mehr oder weniger verändern darf. Die Antwort ist im Garnelenbecken recht einfach: Ein Änderung des pH-Werts um 0,5 geht den Shrimps elegant am Schwanzfächer vorbei, solange man sich nicht am jeweiligen Ende ihres Toleranzbereichs befindet. Zwischen 5 und 7,5 ist ihnen fast alles genehm. Verglichen mit dieser Bandbreite fallen 0,1 oder 0,2 mehr oder weniger nicht ins Gewicht. Es gibt also keinen wirklichen Grund
      hier Genauigkeitsdiskussionen zu führen bzw. sich deswegen Stress zu machen.

      So könnte man das jetzt mit einer ganzen Reihe von Werten durchexerzieren, aber ich glaube man kann erkennen was ich meine.

      VG vom Himalaya

      Yeti
    • Neu

      @TheYeti

      Entschuldige bitte, das mein Hauptschulabschluss nur zu einem "popligen" Kfz-Mechaniker gereicht hat und mich meine Eltern aus finanziellen Gründen nicht zum Studieren der Biologie und Biochemie schicken konnten.

      Im Internet kann man sich ja auch nicht schlau machen, weil dort "Halbwissen" herrscht, also bleibt mir nur die Praxis über.

      Ich werde sehen, wo mich die "mangelnde Erfahrung und fehlende Kenntnis" meines Handelns hinführt.
      Grüße Marco
    • Neu

      MarcoZ. schrieb:

      Hallo Monika,

      Bitte friss mich nicht gleich 8o :D

      Genau deswegen war ich auf der Suche nach einer Alternative und bin auf das Liquid Humin+ gestoßen, was ich Morgen bestellen werde, habe hier den Thread von Carsten durchgelesen und es hat mich Überzeugt.

      Seit meiner Aktion gestern sind die Bienen wieder aktiver, so wie es am Anfang war, auch habe ich das Wechselwasser nur mit dem Bienensalz ohne das GT Kh Liquid aufgesalzen.

      Das war glaub das beste was ich für die kleinen hab machen können.
      Ausfälle habe ich keine, bis auf meine Hörnchenschnecken, die finde ich nicht mehr, wahrscheinlich sind sie ausgebüchst !? ?(
      Nöö, ich fress Dich nicht...ich fress den Hersteller :evil:

      MarcoZ. schrieb:

      Entschuldige bitte, das mein Hauptschulabschluss nur zu einem "popligen" Kfz-Mechaniker gereicht hat
      Du..hier sind noch mehr Handwerker unterwegs :whistling: Die sich aber gerne mit Erbsenzählern, mit Studium kurzschließen und dadurch so manches Ahaerlebnis haben und versuchen sich daraus ihre Vorteile zu ziehen :S ...
      Manchen Erbsenzählern kann man glauben, bei andern ist allerdings Vorsicht geboten...
      Bei Rene, darf man sich die Ergüsse gerne in einen Notizbuch oder auf Wörd speichern, zur späteren privaten Verfügung..falls es mal nötig wird..er muß es ja nicht mitkriegen :evil: gell Rene?

      VG Monika
      Leben ist in der kleinsten Pfütze!
    • Neu

      Hallo ,
      Jetz ist aber immer noch die Frage ,wie kritisch ist denn der pH Wert im Wechselwasser zu beurteilen?
      Z.b.:
      Im Becken pH6,5 und das Wechselwasser kommt nach MBHF mit pH 5 .
      Das ist ja der Grund warum die Leute das Zeug in ihr Wechselwasser kippen.
      @Mowa
      Das Huminstoffen den pH senken konnte ich noch nicht feststellen. Sagt man nicht das sie den vorhandenen pH stabilisieren?
    • Neu

      MarcoZ. schrieb:

      @TheYeti

      Entschuldige bitte, das mein Hauptschulabschluss nur zu einem "popligen" Kfz-Mechaniker gereicht hat und mich meine Eltern aus finanziellen Gründen nicht zum Studieren der Biologie und Biochemie schicken konnten.

      Im Internet kann man sich ja auch nicht schlau machen, weil dort "Halbwissen" herrscht, also bleibt mir nur die Praxis über.

      Ich werde sehen, wo mich die "mangelnde Erfahrung und fehlende Kenntnis" meines Handelns hinführt.
      Hallo,

      man kann jetzt die beleidigte Leberwurst spielen, oder eben einfach mal darüber nachdenken, was ich geschrieben habe:

      Es ist nicht schlimm, wenn einem das Hintergrundwissen fehlt, das kann man lernen. Das hat auch nichts mit dem Schulabschluss zu tun, denn wenn man ein Hobby mit Interesse verfolgt lernt man so nebenbei und ganz automatisch Dinge, auf die man in der Schule so gar keinen Bock gehabt hätte. Nur jetzt machen die Dinge plötzlich einen Sinn, bzw. haben einen persönlichen Nutzen, was in der Schule nicht so war. Oftmals lernt man dann freiwillig Dinge, wo man sich in der Schule gesträubt hätte.
      Abgesehen davon gibt es keine "popeligen Kfz-Mechaniker". Zu mir kann man zur Behandlung kommen wenn man gesundheitliche Probleme hat, aber deswegen kann ich trotzdem keine Autos reparieren. Bin ich deswegen ein "popeliger Medizinmann" oder habe ich einfach nur einen anderen Beruf und bin auf ein anderes Fachgebiet spezialisiert? Ich denke Letzteres.

      Meine Aussage oben spiegelt lediglich meine Beobachtungen über die Jahre mit Aquarien und später mit Garnelenaquarien wieder. Das ist jetzt nicht spezifisch auf deine Person gemünzt, sondern eher eine allgemeine Beobachtung

      Die meisten Halter, und da zähle ich dich dabei einfach mal dazu, wollen für ihre Tiere zunächst erstmal alles richtig machen. Das ist auch gut so, und grenzt sie gegen die "Life-Style-Halter" positiv ab. Das sind nämlich die, die ein Aquarium haben, weil es gerade irgendwie in ist und weils cool aussieht. Tierwohl kommt da oft erst an späterer Stelle. Man konnte das während dem Nano-Boom sehr gut miterleben, und jede Woche meldeten sich zig Leute in den Foren an, wo die Shrimps reihenweise umgefallen sind.

      Meine Botschaft ist, dass man die Dinge die man tut, oder die einem als unbedingt erforderlich angeboten werden (oftmals für teuer Geld) kritisch hinterfragen soll:

      Die Standardfrage muss einfach lauten: Was bringt das mir und meinem Aquarium? Gibt es die tollen Effekte wirklich, oder ist die ganze Argumentation dafür oder dagegen vielleicht nicht logisch?

      Letztendlich kannst du viel entspannter Aquaristik betreiben und dich einfach nur an den Tiere freuen, wenn du nicht immer das Gefühl hast, da ist noch etwas, was ich nicht im Griff habe, da muss ich unbedingt etwas machen.

      Ich halte das recht einfach: Gehts meinen Tieren gut, gehen sie gut ans Futter und es tauchen regelmäßig Jungtiere im Becken auf, so interessieren mich 50µS/cm mehr oder weniger nicht die Bohne. Auch ob ich pro Woche 25 oder 30% Wasser wechsle ist mir dann vollkommen wurscht.
      Ich weiss z.B., dass mein Soil zusammen mit dem aufgesalzenen Osmosewasser vernünftiges Wasser für meine Tiere sicherstellt. Die Hauptaufgabe von Soil besteht ja z.B. gerade darin den pH-Wert bei fehlender KH stabil zu halten. Mit der Härte des Wasser hast der Soil erstmal nichts zu tun, denn die stelle ich ja selbst beim Aufsalzen ein. Gehts meinen Tieren außerdem gut, mache ich mir erstmal keinen Stress und versuche auch nicht alles zu regeln.

      Halbwissen ist im Netz tatsächlich ein Problem, denn viele posten Tipps und Ratschläge, die sie irgendwo gelesen, aber selbst nicht ausprobiert haben. Es gibt auch in der Garnelenhaltung da so einige "Urban legends". ich erinnere da einmal an die ach so giftigen Anubias, die ja angeblich reihenweise Garnelen killen und mit Nadel aus Oxalsäurekristallen aufspießen. Die beiden Logemänner haben dann ja mal den Gegenbeweis angetreten, Anubias durch den Mixer gedreht und das Püree ins Garnelenaquarium geworfen. Tja, die Garnelen sind nicht eingegangen und es gibt hier irgendwo im Forum auch einen Post, wo die Logemänner ihre Beobachtungen beschreiben. Trotzdem hält sich im Netz die Behauptung von den giftigen Anubias weiter bis auf den heutigen Tag.

      Gegen Halbwissen gibt es aber ein gutes Mittel: Wenn nämlich vom Tippgeber auf die Frage "Warum soll ich das machen? Erkläre mir bitte einmal wie das genau funktioniert." nichts mit Gehalt kommt bzw. jemand seinen Ratschlag nicht erklären kann, so sollte man die Finger davon lassen bzw. genau recherchieren, ob ein Tipp wirklich sinnvoll ist/sein kann.

      Nicht mehr und nicht weniger, sagen meine Zeilen oben aus. Mein Rat ist einfach, die Sache mit den Shrimps entspannt anzugehen und dabei Tipps und Angebote kritisch zu hinterfragen, bevor man etwas macht oder kauft. Der Rest ist dann Erfahrung, die mit der Zeit kommt.

      Es ging mir nun wahrlich nicht darum dich anzuzählen, allerdings war es mir wichtig, einfach mal ein paar Verhältnismässigkeiten zum Thema "Werte und Genauigkeit" zu zeigen, damit du und andere das ganze evtl. entspannter und vielleicht auch kostengünstiger angehen können.

      VG vom Himalaya

      Yeti
    • Neu

      Humungus schrieb:

      Hallo ,
      Jetz ist aber immer noch die Frage ,wie kritisch ist denn der pH Wert im Wechselwasser zu beurteilen?
      Z.b.:
      Im Becken pH6,5 und das Wechselwasser kommt nach MBHF mit pH 5 .
      Das ist ja der Grund warum die Leute das Zeug in ihr Wechselwasser kippen.
      Ich sehe den pH des Wechselwassers, beim Osmosewasser mit Bienensalz, unkritisch. Zu dieser Einschätzung gelange ich, weil im Bienenwasser so gut wie kein Puffersystem vorhanden ist bzw. das was da puffert nur eine sehr geringe Kapazität hat. Ein Puffer zeichnet sich ja dadurch aus, dass er in der Lage ist entweder Protonen aus der Lösung aufzunehmen, oder an die Lösung abzugeben. Je nach Rahmenbedingungen hat ein Puffer immer einen pH-Wert, den der halten will. Kommt jetzt ein Proton dazu, so wird dieses vom Puffer weggefangen, und der pH-Wert bleibt stabil. Wird ein Proton aus der Lösung durch irgendwen verbraucht, so gibt der Puffer ein Proton frei und ersetzt damit das verbrauchte Proton. Auch hier bleibt der pH stabil. Wie oft ein Puffer Protonen aufnehmen oder abgeben kann beschreibt die Kapazität eines Puffers. Ist diese Kapazität erschöpft, so wirkt sich die Anwesenheit der Puffersubstanzen auf den pH-Wert nicht mehr aus und Störungen des pH wirken so, als wäre gar kein Puffer da.

      Das "dünne" Bienenwasser hat jetzt nicht wirklich viel Pufferkapazität, weshalb sein pH verhältnismässig leicht zu verändern ist. Von daher ändert sich der pH des Wechselwassers im Becken auch recht schnell. Klar gibt es dabei auch Schwankungen, aber es geht dabei ja auch um die Mengenverhältnisse zwischen Aquariumwasser und Wechselwasser. Im Soilbecken spielt ja auch noch mit.

      Das sind jetzt natürlich nur Schätzungen, denn um hier vielleicht auch ein wenig chemisch zu rechnen bräuchte man belastbare Mengen und Werte. Die Größenordnung der pH-Veränderung sollte aber innerhalb enger Grenzen verlaufen, solange man nicht riesige Wassermengen schlagartig austauscht.

      Vielleicht kann hierzu aber ein User wie z.B. Öhrchen etwas zu sagen, denn ich meine mich zu erinnern, dass Stefanie ihre CO2-Anlage über den pH-Wert steuert. Da erfolgt ja quasi eine Echtzeitmessung des pH-Werts und die Controller messen meines Wissens nach auch auf 2 Nachkommastellen genau. Wenn das Wechselwasser kräftiger pH-Schwankungen verursacht, so müsste man das in diesem Moment beim Wasserwechsel ja sehen können. An einem Becken mit CO2 sollte man das sogar noch deutlicher sehen, denn das Wechselwasser kommt ja mit viel weniger gelöstem CO2 daher und verdünnt so auch den CO2-Gehalt im Becken, der ja für einen Teil des pH-Werts verantwortlich ist.
      Spannende Frage......

      VG vom Himalaya

      Yeti
    • Neu

      Danke für die Antwort,
      Die Echtzeitmessung ist sicherlich sehr aufschlussreich.
      Da der Herstelle des KH+ ja Wasserwechsel von Wöchentlichen 50% und alle vier Wochen 90% empfiehlt ,sprechen wir dann wohl von großen Mengen.(Das Resultiert warscheinlich aus den Futter Empfehlung) .Wenn man jetzt also den Empfehlungen des Herstellers folgt, könnte sich der Kreis ja wieder schließen. :D
    • Neu

      Plyr2163 schrieb:

      Hallo Yeti,
      Du bist und bleibst der beste Erklärbär.
      Aber..
      a. welcher Vollidiot kippt KH Medien in sein Aquarium *(es sei den er ist Tom Fan) ?
      b. warum?
      LG Reiner
      Moment mal,

      auch wenn ich mich über das Kompliment freue, können wir das hier so nicht stehen lassen:

      Wie ich oben schon geschrieben habe, sind solche kleinen Pannen eher meistens die Folge davon, wenn man am Anfang etwas besonders gut machen und für seine Tiere nur das Beste will. Daran ist nichts Schlechtes und vielmehr ist es doch so, dass man aufgrund der noch fehlenden Erfahrung Dinge kauft und verwendet, die man später nicht mehr verwenden würde, weil man das mit mehr Erfahrung und Wissen anders bewertet.

      Ich glaube jeder von uns hat am Anfang seiner Aquarienkarriere Lehrgeld bezahlt und auch ich habe hier noch einen Gerümpelkarton mit Dingen stehen, die ich heute nicht mehr kaufen würde. Das ist das ganz normale Lehrgeld, dass jeder von uns gezahlt hat, und was zukünftige Aquarianer-Generationen auch noch zahlen werden. Vielleicht nicht mit den gleichen Dingen, wie wir das getan haben, aber es wird immer Neuerungen geben, die sich später als Irrweg herausstellen. Bis das soweit ist, gehen eben auch genug Aquarianer diesen Weg.

      Von daher halte ich es für absolut unangemessen in einem solchen Kontext Begriffe wie im obigen Zitat zu verwenden, und würde es begrüssen, wenn wir uns auf einen entsprechend wertschätzenden Umgang, auch im geschriebenen Wort, einigen könnten.

      Das wäre mir wirklich ein Anliegen.


      VG vom Himalaya

      Yeti
    • Neu

      @TheYeti

      So schnell bin ich keine "beleidigte Leberwurst", da gehört einiges mehr dazu.
      Ich nenne es einfach mal "erschlagen" von einer geballten Ladung Informationsflut.

      Das KH Liquid wurde mir nämlich zum Problem und wie ich in meinem Beitrag #4 erwähnt hatte, bin ich auf der Suche nach einer Alternative.
      Das KH bei Soil kontraproduktiv ist, weiß ich in der Zwischenzeit auch und das besagte Bienenbecken ist mein erstes Becken mit Soil, ich habe es auch so komplett übernommen, vorher habe ich nur neutralen Farbkies verwendet.

      Mittlerweile bin ich dran, mich in die "Welt" des Soil´s rein zu arbeiten, auch möchte ich alle meine Becken nach und nach auf Soil umstellen.

      Du schreibst :


      TheYeti schrieb:

      Die Größenordnung der pH-Veränderung sollte aber innerhalb enger Grenzen verlaufen, solange man nicht riesige Wassermengen schlagartig austauscht.

      Damit meinst du die von Humungus angesprochenen "empfohlenen" 90% Wasserwechsel ?
      Was ist, wenn die doch gemacht werden, muß dann Kh mit rein um auf den unkritischen Ph zu kommen, oder was würdest du machen bzw Empfehlen um diese große Differenz zu kompessieren ?
      Grüße Marco
    • Neu

      Plyr2163 schrieb:

      Hallo Yeti,
      Du bist und bleibst der beste Erklärbär.
      Aber..
      a. welcher Vollidiot kippt KH Medien in sein Aquarium *(es sei den er ist Tom Fan) ?
      b. warum?
      LG Reiner
      Also das Vollidiot habe ich jetzt mal dezent Überlesen, Beleidigend brauch man hier nicht werden ...

      Und GT Fan bin ich schon 2x nicht, sonst wäre ich nicht hier ins Forum gekommen, sondern wäre drüben geblieben.
      Grüße Marco
    • Neu

      Hallo Yeti,
      finde Dein Statement super,
      Aber wenn ich empfindliche Weichwassergarnelen pflegen will, dann informiere ich mich vorher oder ?
      Garnelenhaltung ist doch seit der Erfindung von Roys Salz das kleinste.
      Wenn ich hier und in anderen Foren was von Ph Wert lese, und Händler ein Flüssigprodukt feiern welches den KH Wert anhebt ,
      dann frage ich mich, ob ich 20 Jahre Aquaristik verpennt habe.
      Tetra hatte schon damals ein KH Plus Produkt, welches wahrscheinlich über gelöstes Natron die KH anhebt.
      Ich habe 15 Nanos, mit Bodenfilter und ich sch.. mittlerweile auf irgendwelche pH Werte.
      Von Ph 4,7 bis 7,2 gibt es bei mir keine Probleme.
      LG sendet Reiner
    • Neu

      Plyr2163 schrieb:

      Hallo Marco,
      Sorry ist wirklich nicht auf Dich bezogen :drink:
      Man liest nur mittlerweile in vielen Foren so einen Müll .
      Jeder quatscht es nach und dadurch entstehen solche Fragen, wie Du sie stellst ?
      Ich glaube kaum, das Dir hier im Forum jemand mit GT Kh Flüssigkeit arbeitet.
      Warum auch ?
      LG Reiner
      Dann trage etwas Sinnvolles dazu bei, damit sowas langsam im Keim erstickt wird, anstatt mit solchen Kraftausdrücken um sich zu werfen ...

      Sowas hilft nämlich keinem ...
      Grüße Marco
    • Neu

      Hallo,
      naja ist ja nicht so schwer..
      KH ist gleich pH .
      Sprich die Kh ist über das freie Co2 im Aq Wasser für den PH Wert verantwortlich.
      Was die wenigsten wissen, ist z.B. das der Soil in beide Richtungen arbeitet
      Sprich werbegeleitende Leute " geben KH " ins Wasser um den pH Wert zu erhöhen, und das auf frischen Soil X/
      Und irgendwann geht die Sache in die andere Richtung.
      LG Reiner :drink:
    • Neu

      MarcoZ. schrieb:

      Damit meinst du die von Humungus angesprochenen "empfohlenen" 90% Wasserwechsel ?
      Was ist, wenn die doch gemacht werden, muß dann Kh mit rein um auf den unkritischen Ph zu kommen, oder was würdest du machen bzw Empfehlen um diese große Differenz zu kompessieren ?

      Auch große Wasserwechsel sind eigentlich kein Problem. Wie oben von mir geschrieben ist der pH-Wert von aufgesalzenem Osmoewasser recht leicht veränderbar. Gleichzeitg besteht ja meisten auch nicht eine riesige Differenz zwischen den Werten im Becken und den Werten des Wechselwassers. So ein halbes pH ist ja nicht die Welt. Außerdem beginnt ja bereits beim Einlaufen des Wechselwasser sofort der Ausgleich mit dem Restwasser und dem Soil. Da 90% Wasser jetzt auch nicht einfach so flotsch ins Becken platschen, bleibt da ja schon noch Zeit zum Ausgleich. Wenn du mal von einem Nano mit 40L ausgehst bleiben selbst beim maximalen Ablassen des Wassers um die 5L im Bodengrund, die du auch nicht rausbekommst, ohne den Soil mit abzusaugen. Wenn man dann mit dem 5L Wechselwasserkanister kommt, ist das ja schon eine 1:1 Mischung.
      Wenn ich jetzt z.B. Leitungswasser zum Wechseln verwenden würde, dann sähe das wahrscheinlich anders aus: Hier bei mir kommen GH 23 und KH 8 aus der Wand. Hier würden natürlich große Schwankungen auftreten, weil die Werte so unterschiedlich zum Bienenwasser im Becken sind. Das ist auch der Grund, warum die Experimente mit Soil und Leitungswasser schiefgegangen sind, und es mit den Bees erst seit der Erfindung entsprechender Aufhärtesalze so gut läuft. Aber damals wusste man das nicht besser, und es war Lehrgeld, von dem wir heute alle profitieren.

      Ich halte das daher für unproblematisch, solange die Temperatur und die Härtewerte stimmen. Ich fahre meine Becken auch etwas stärker aufgehärtet, nämlich so bei 300µS/cm. Das funktioniert wunderbar und man ist auch nicht mehr so am unteren Rand der Skala, als wenn man wirklich genau die 200µS/cm anpeilt. Bei Bienengarnelen ist die KH das Limit, nicht die GH. Da kann es auch etwas mehr sein, als die 6°GH.

      Es wird zwar immer über den gefährlichen pH-Wert erzählt und vor dem Säuresturz gewarnt, aber ich habe in all den Jahren noch keinen erlebt. Außerdem muss man noch im Hinterkopf behalten, dass die Shrimps bei anderen Wasserwerten glücklich sind, als viele Fische in der Standardaquaristik. Dinge, wo Fische schon mosern, lassen die Shrimps oftmals unbeeindruckt. Das gibts aber in beide Richtungen.

      MarcoZ. schrieb:

      Mittlerweile bin ich dran, mich in die "Welt" des Soil´s rein zu arbeiten, auch möchte ich alle meine Becken nach und nach auf Soil umstellen.
      Vorsicht, Soil ist ein funktioneller Bodengrund, d.h. der ist für einen ganz bestimmten Zweck gedacht: Stabile Wasserwerte für Weichwassergarnelen oder als Bodengrund für das Aquascaping. Da wo man diese Eigenschaften nicht braucht, ist man mit passivem Bodengrund besser bedient.

      Hier vielleicht mal ein paar Überlegungen zum Thema:

      garnelenforum.de/board/threads…-wirklich-ein-soil.97474/

      Auf Soil-Suche in Japan



      VG vom Himalaya


      Yeti